Input-Vorträge für Gesprächsrunden mit folgenden Schwerpunkten:

1. Weibliche Sozialisation und Identität
Gibt es eine Weiblichkeit, die die gesellschaftlichen Strömungen überdauert?
Gibt es die Wurzeln, die tragfähige Verbundenheit, die ein guter Nährboden ist, auf dem Entwicklung aufbauen kann? Tragen wir ein Bild davon in uns, oder müssen oder dürfen wir es uns erarbeiten?
Die persönliche Lebenserfahrung ist vielfältig und individuell einerseits und dennoch gibt es auch Erfahrungen, die typisch weiblich sind. Welche sind es und zu welchem Weltbild haben sie geführt. Wie können wir daraus Zukunft gestalten.

2. Veränderungschancen für Frauen in den Wechseljahren
Uns selbst in den Wechseljahren besser verstehen und auf uns achten.
Neugierig auf uns selbst werden!
Woher haben Frauen ihr Wissen über Wechseljahre?
Was erfahren sie von ihren Müttern, von ihrer Familie, von ihrem sozialen Umfeld, von der Medizin und der Psychosomatik und von "Sexualspezialisten" über das Klimakterium?
Was erhoffen, was befürchten Frauen?
Frauen haben die Chance, ihre ganz persönliche Antwort zu finden, denn (so formuliert Frau Dr. Ingrid Olbricht, Bad Wildungen, Vortrag auf der Jahrestagung der internationalen Gesellschaft für Tiefenpsychologie, 1994): Es ist kein Abschied von der attraktiven Frau zur unscheinbaren hässlichen Alten!
Es ist kein Abschied von der leistungsfähigen Frau zur kränklichen.
Es ist kein Abschied von lebenswertem Leben zu einem Leben ohne Lust, Zärtlichkeit und Sexualität!
Aber: Die Wechseljahre bringen einen Abschied von gewohnten Lebenszusammenhängen und Erfahrungen.

3. Bindung und Individuation in der Familie
"Ich bin Mutter, Ehefrau und ich selbst ... oder anders herum?"

Mit der Familiengründung ist die Bereitschaft, sich zu binden und als Eltern Verantwortung zu übernehmen, meist verbunden mit Liebe, Freude, Optimismus. Sie spüren ihre Kräfte und haben Zukunftsperspektiven von Harmonie und Glück.
Im Alltag mit Kindern stellen sich Eltern den vielfältigen Anforderungen nach bestem Wissen und Können.
Trotz aller Bemühungen landen Eltern meist in der traditionellen Rollenaufteilung, die Frauen - als Beziehungsstifterin und Vermittlerin in Konflikten - für die seelischen Bedürfnisse aller Familienmitglieder vorsieht....

4. Verantwortung und Schuld in einer bedrohten Welt
Verantwortung und Schuld in weiblichen Lebenskonzepten
Seit dem Anschlag auf das World Trade Center in New York ist die westliche Welt in Aufregung. Wie kann und muss der terroristischen Gewalt begegnet werden.
Zur Zeit werden uns viele Entscheidungen hierzu von unseren Politikern abgenommen.
Dennoch:
Wir bemerken deutlich, dass wir alle uns schuldig machen. Dass es keinen Weg gibt, ohne Schuld eine Lösung herbei zu führen. Unsere Weltsicht und unsere Lebenskonzepte sind betroffen.
Die Welt ist bedroht. Die zivilisierte Welt ist bedroht. Unser heiles Weltbild ist zerbrochen.
Welche Chance liegt in diesem Unglück?
Für uns Frauen ist es wichtig, in unserem Alltag Verantwortung zu übernehmen, obwohl wir das Risiko eingehen, uns schuldig zu machen ...